Gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Bauwirtschaft haben wir heute unter der Schirmherrschaft von Sandra Weeser MdB im Jakob-Kaiser-Haus des Bundestages einen fruchtbaren Austausch zum Thema Dekarbonisierung in der Baubranche und ihre Möglichkeiten als binnenwirtschaftlicher Wachstumsmotor geführt.
Grundlage des Gesprächs waren die Ergebnisse eines von Schüco organisierten Expertengipfels zum Thema. Außerdem stellte Daniel Föst MdB sein gestern veröffentlichtes Positionspapier vor, das konkrete Schritte für CO2-freien und dennoch bezahlbaren Wohnraum skizziert. Sein zentraler Vorschlag: Den Fokus stärker auf die tatsächlichen CO2-Emissionen zu legen und den Markt für nachhaltige, innovative Produkte zu beschleunigen. Damit das gelingt dürfen politische Vorgaben hier nicht zum Bottleneck werden.
Die Teilnehmer waren sich einig: Die Chancen sind da, jetzt müssen die Rahmenbedingungen angepasst werden.
“Beim Planen, Bauen und Nutzen müssen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zusammen gedacht werden”. so Robert Kroth, Geschäftsführer Neues Bauen – 80 Sekunden
Die Innovationen sind da – und sie sind bereit für den Markt. Unternehmen wie Bton, Paul Tech und Schüco International zeigen, dass Nachhaltigkeit auch in einem wirtschaftlichen Kontext möglich ist.
Sie sollten nicht durch politische Vorgaben gedrosselt, sondern ihre Innovationskraft durch eine verlässliche politische Basis unterstützt und gefördert werden. Unternehmen werden nur dann in die “Dekarbonisierung” investieren, wenn sich das auch wirtschaftlich für sie lohnt. Nur so kann es sein volles Potenzial als Nachfragetreiber im Land ausschöpfen.
Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass ein integrativer Ansatz unerlässlich ist, um voranzukommen. Es darf kein Thema sein, das nur in Silos oder auf hoher politischer Ebene besprochen wird.
Die Kommunen müssen mit einbezogen werden. Die Dinge müssen in der Gesamtheit betrachtet werden, weshalb ein Expertennetzwerk von entscheidender Bedeutung ist, stellt Arcadis-Geschäftsführerin Prof. Dr. Birgit Guhse fest.
Die Potentiale für eine klimafreundliche und wirtschaftlich tragfähige Zukunft im Bausektor sind da. Alle Akteure müssen nun an einem Strang ziehen und die richtigen politischen Weichen gestellt werden.